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Uhr öffnen und Uhrwerk herausnehmen: So gehen Sie sicher vor

Geplaatst op 13-03-2026 door Marc Hut

Haben Sie eine Uhr, auf deren Glasinnenseite sich ein Staubfleck befindet? Ein kleiner Fleck, den Sie nicht mehr ignorieren können? Möchten Sie das Uhrwerk aus dem Gehäuse nehmen, um das Glas von innen zu reinigen, ein Bauteil zu überprüfen oder aus einem anderen Grund? Dann ist es ratsam, einen Juwelier oder Uhrmacher aufzusuchen. Sind Sie jedoch handwerklich begabt, ist die Garantie für die Uhr abgelaufen und glauben Sie, dass Sie dies selbst bewerkstelligen können? Dann können Sie mit unseren Tipps sofort loslegen! Aber bitte beachten Sie: Bei einer Uhr ist vorsichtiges Arbeiten das A und O. Eine falsche Bewegung kann die Krone, das Zifferblatt, die Dichtung oder sogar das Uhrwerk beschädigen.

Eine einfache Aufgabe, oder? Oder doch nicht?

Bei vielen Quarzuhren verläuft das Herausnehmen des Uhrwerks im Großen und Ganzen gleich: Sie öffnen zunächst das Gehäuse, entfernen gegebenenfalls die Kunststoffhalterung um das Uhrwerk, lösen die Krone mit dem Stiel, nehmen das Uhrwerk aus dem Gehäuse, reinigen das Glas und setzen anschließend alles in umgekehrter Reihenfolge wieder ein. Es klingt übersichtlich, aber gerade die Details machen den Unterschied zwischen sauberer Arbeit und der Verursachung von Schäden aus. Soweit die Theorie.

Wann sollten Sie das Uhrwerk öffnen?

Das Öffnen der Uhr kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Denken Sie beispielsweise an die Überprüfung des Gehäuseinneren, den Batteriewechsel, die Inspektion einer Dichtung oder das Wiedereinsetzen eines gelockerten Teils. Das Entfernen des Uhrwerks (komplett mit Zifferblatt) ist jedoch eine Stufe schwieriger. Der häufigste Grund dafür ist ein Fleck oder Staub auf der Innenseite des Glases. Besonders bei einem dunklen Zifferblatt fällt das sofort ins Auge. Oder eine Reparatur an den Zeigern oder Indizes kann ein Grund sein.

Open horloge


Wenn Sie an einer Uhr aus einer der bekannten Kollektionen von Herren- oder Damenuhren arbeiten, ist die Grundkonstruktion oft gleich. Dennoch unterscheidet sich die Bauweise je nach Marke und Modell. Bei einem einfachen Quarzmodell ist diese Aufgabe noch recht überschaubar. Bei einer Automatikuhr oder einem Modell mit höherer Wasserdichtigkeit ist das Risiko von Fehlern größer.

Nicht jede Uhr eignet sich zum Selberöffnen

Eine einfache Quarzuhr mit einem Gehäuseboden aus Stahl ist für Anfänger meist am besten geeignet. Wenn Sie es jedoch mit einem Automatikwerk, einer Taucheruhr, einem Modell mit verschraubter Krone oder einer Uhr mit komplexen Dichtungen zu tun haben, ist mehr Erfahrung wünschenswert. Auch bei Uhren bekannter Marken wie Seiko, Citizen oder Orient kann der Aufbau je nach Modell stark variieren. Und wenn Ihre Uhr noch unter die Garantie fällt, sollten Sie auf keinen Fall selbst daran herumhantieren.

Man sollte sich bewusst sein, dass eine Uhr nach dem Schließen des Gehäuses nicht automatisch wieder wasserdicht ist. Eine Dichtung kann verrutscht, beschädigt oder nicht mehr dicht sein. Das ist ein wichtiger Punkt für jeden, der selbst an seiner Uhr basteln möchte. 

Was Sie für sicheres Arbeiten benötigen

Sie benötigen keine komplette Werkstatt, aber eine ordentliche und saubere Arbeitsfläche. Denken Sie an ein weiches Tuch, gutes Licht, einen Gehäuseöffner, eine feine Nadel oder einen kleinen Schraubendreher, eine Kunststoffpinzette, einen kleinen Blasebalg und ein sauberes Mikrofasertuch. Das Wichtigste ist, dass Sie staubfrei und in Ruhe arbeiten. Eine Uhr auf einem unordentlichen Tisch oder in einem staubigen Raum zu öffnen, bedeutet, mehr statt weniger Schmutz zu verursachen.

Arbeiten Sie stets mit möglichst wenig Kraftaufwand

Das ist vielleicht die wichtigste Regel. Nahezu jedes Teil einer Uhr ist klein und präzise gefertigt. Sobald etwas nicht sofort mitmacht, sollten Sie nicht stärker drücken oder ziehen. Meistens ist das der Moment, in dem ein Schaden entsteht.

Schritt 1. Öffnen Sie das Gehäuse

Die Rückseite einer Uhr kann auf verschiedene Arten verschlossen sein. Manchmal handelt es sich um einen verschraubten Gehäuseboden, manchmal um einen Schnappdeckel und manchmal um einen Deckel mit kleinen Schrauben. Verwenden Sie stets Werkzeuge, die zum Gehäusetyp passen. So vermeiden Sie Kratzer, Abrutschen und Verformungen des Gehäuses.

Horloge open maken


Wenn Sie das Gehäuse öffnen, achten Sie sofort auf die Gummidichtung. Diese kann sich im Deckel oder in einer Nut im Gehäuse befinden. Berühren Sie sie nicht unnötig und achten Sie genau darauf, wie sie sitzt. Das erleichtert das spätere Wiedereinsetzen erheblich.

Schritt 2. Entfernen Sie gegebenenfalls die Kunststoffhalterung des Uhrwerks

Bei vielen Uhren befindet sich das Uhrwerk in einem Kunststoffring oder einer Kunststoffhülle. Diese Halterung sorgt dafür, dass das Uhrwerk fest und korrekt im Gehäuse sitzt. Lösen Sie diese vorsichtig und merken Sie sich genau, wie sie angebracht war. Machen Sie gegebenenfalls ein Foto mit Ihrem Handy, bevor Sie etwas entfernen. Das ist kein überflüssiger Luxus, denn oft passt ein solcher Ring nur auf eine bestimmte Weise wieder richtig hinein.

Achten Sie genau auf die Position der Öffnung für die Krone

Die Halterung verfügt meist über eine Aussparung für den Stiel und die Krone. Wenn diese später nicht richtig sitzt, kommt es zu Problemen beim Wiedereinsetzen des Uhrwerks oder beim Drücken der Krone. Handelt es sich um einen Chronographen, befinden sich in der Halterung oft Elemente, die genau auf das Uhrwerk passen müssen, da sonst die Druckknöpfe des Chronographen nicht funktionieren.

Schritt 3. Lösen Sie die Krone und den Stiel

Für viele Menschen ist dies der spannendste Teil. Bei vielen Quarzwerken befindet sich neben der Welle ein kleiner Druckpunkt, ein Rädchen oder eine Vertiefung. Während Sie diesen mit einer feinen Nadel oder einem kleinen Schraubendreher ganz leicht eindrücken, ziehen Sie die Krone mit der Welle vorsichtig nach außen.

Uurwerk uit de kast halen


Hier gilt eine goldene Regel: Wenden Sie niemals Gewalt an. Der Stiel sollte sich ohne Kraftaufwand lösen. Müssen Sie kräftig ziehen, haben Sie wahrscheinlich nicht den richtigen Entriegelungspunkt getroffen oder Ihr Uhrwerk funktioniert mit einem anderen System.

Nicht jedes Uhrwerk funktioniert gleich

Manche Uhrwerke haben keinen Druckpunkt, sondern eine kleine Schraube, die Sie ein wenig lösen müssen, um den Schaft freizugeben. Drehen Sie eine solche Schraube niemals ganz auf, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie tun. Sie könnten sonst den Mechanismus der Kronensteuerung stören, und aus einer einfachen Reinigung wird plötzlich eine echte Reparatur.

Schritt 4. Nehmen Sie das Uhrwerk aus dem Gehäuse

Sobald die Krone entfernt ist, können Sie das Uhrwerk in der Regel vorsichtig aus dem Gehäuse nehmen. Fassen Sie das Uhrwerk nur an den Seiten an und berühren Sie Zeiger und Zifferblatt so wenig wie möglich. Das sind empfindliche Teile, an denen Sie schnell Spuren oder Beschädigungen hinterlassen.

Haal het uurwerk uit het horloge


Arbeiten Sie ruhig und verwenden Sie vorzugsweise eine Kunststoffpinzette oder stützen Sie das Uhrwerk vorsichtig mit den Fingern am Rand ab. Das Ziel ist einfach: Das Uhrwerk muss herausgenommen werden, ohne dass Sie etwas verbiegen, berühren oder verschieben, was nicht berührt werden muss.

Schritt 5. Reinigen Sie das Glas von innen

Nachdem das Uhrwerk aus dem Gehäuse entfernt wurde, können Sie das Glas von innen reinigen. Verwenden Sie zunächst eine Luftpumpe, um losen Staub wegzublasen. Sollte noch etwas sichtbar sein, verwenden Sie ein sauberes Mikrofasertuch oder ein geeignetes Reinigungsmaterial für feine Uhrenmechaniken. Arbeiten Sie stets vorsichtig und ohne Druck.

Maak het glas schoon


Verwenden Sie lieber kein Küchenpapier, Taschentuch oder Ihre bloßen Finger. Damit übertragen Sie schnell Fasern, Fett oder neue Flecken. Es wäre schade, wenn Sie das Uhrwerk sorgfältig ausgebaut hätten und anschließend doch noch einen neuen Fingerabdruck auf der Innenseite des Glases hinterlassen würden.

Schritt 6. Setzen Sie das Uhrwerk wieder in das Gehäuse ein

Nach der Reinigung bereiten Sie das Gehäuse wieder staubfrei vor. Setzen Sie das Uhrwerk anschließend vorsichtig wieder in die richtige Position ein. Achten Sie darauf, dass die Öffnung für die Welle gut mit dem Gehäuserohr ausgerichtet ist. Sitzt das Uhrwerk schief, geht das Wiedereinsetzen der Krone fast immer schief.

Anschließend setzen Sie den Kunststoffhalter oder den Bewegungsring wieder ein. Überprüfen Sie, ob alles gut sitzt und nicht klemmt. Gerade dieses Teil sorgt dafür, dass das Uhrwerk stabil im Gehäuse liegt.

Schritt 7. Drücken Sie die Krone mit dem Stiel zurück

Bei vielen Quarzuhren können Sie den Stiel einfach wieder in das Uhrwerk drücken. Meistens rastet er von selbst ein. Das sollte leichtgängig erfolgen. Drücken Sie gerade und ohne Gewalt. Spüren Sie Widerstand, überprüfen Sie zunächst, ob das Uhrwerk richtig sitzt und ob die Öffnung korrekt ausgerichtet ist.

Testen Sie anschließend sofort, ob die Krone noch einwandfrei funktioniert. Können Sie die Uhrzeit normal einstellen? Schaltet die Krone korrekt zwischen den Positionen um? Läuft alles wie es soll? Dann wissen Sie, dass der Schaft korrekt wieder eingesetzt wurde.

Überprüfen Sie auch die Datumsfunktion

Verfügt Ihre Uhr über eine Datums- oder Wochentagsanzeige, testen Sie diese ebenfalls kurz. So merken Sie sofort, ob die Krone und der Schaft wieder korrekten Kontakt zum Uhrwerk herstellen.

Schritt 8. Überprüfen Sie die Gummidichtung

Bevor Sie das Gehäuse schließen, überprüfen Sie die Gummidichtung. Sitzt sie noch ordentlich in der Nut? Ist sie sauber? Sehen Sie keine Risse, Austrocknung oder Verformung? Eine Dichtung, die nicht richtig sitzt, kann dazu führen, dass später doch noch Schmutz und Feuchtigkeit in das Gehäuse gelangen.

Controleer de pakking van het horloge


Wenn Sie eine Uhr besitzen, die Sie häufig bei Regen, beim Sport oder im Alltag tragen, ist dies ein besonders wichtiger Punkt. Werfen Sie auch einen Blick in unsere Kollektion von Taucheruhren und wasserdichten Uhren, wenn Sie nach Modellen suchen, die von Natur aus widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und intensiveren Gebrauch sind.

Schritt 9. Verschließen Sie das Gehäuse wieder sorgfältig

Setzen Sie den hinteren Deckel wieder gerade auf das Gehäuse. Schrauben Sie den Deckel vorsichtig fest oder drücken Sie den Schnappdeckel gleichmäßig wieder an seinen Platz, je nach Uhrentyp. Auch hier gilt, dass Sie sorgfältig und kontrolliert vorgehen sollten. Ein schräges Schließen oder zu starkes Andrücken führt nur zu Problemen.

Überprüfen Sie nach dem Schließen noch einmal, ob die Krone fest sitzt, ob die Uhr einwandfrei läuft und ob unter dem Glas kein Staub oder Flecken mehr sichtbar sind.

Die häufigsten Fehler

  • Zu viel Kraft aufwenden
    Wer es eilig hat oder frustriert ist, wendet oft zu viel Kraft auf. Das ist bei Uhren fast nie die richtige Lösung.
  • Den falschen Knopf drücken
    In einem Uhrwerk befinden sich mehrere kleine Teile dicht beieinander. Wenn Sie auf die falsche Stelle drücken, können Sie Schäden verursachen.
  • Die Dichtung vergessen oder schief einsetzen
    Eine schlecht eingesetzte Dichtung kann später zu Feuchtigkeitsproblemen führen und die Zuverlässigkeit der Uhr beeinträchtigen.
  • Zu glauben, dass „dicht“ immer „wasserdicht“ bedeutet
    Ein geschlossenes Gehäuse ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einem wasserdichten Gehäuse. Insbesondere bei älteren Uhren, Uhren, die ab 10 ATM wasserdicht sind, und Taucheruhren ist dies ein wichtiger Unterschied. 

Für welche Uhren ist dieser Blog relevant

Diese Erläuterung ist vor allem für Besitzer einfacher Quarzuhren nützlich. Bei luxuriöseren oder mechanischen Modellen ist es wahrscheinlicher, dass Sie bei einem Fachmann besser beraten sind.

Sind Sie noch auf der Suche nach einem neuen Modell oder möchten Sie verschiedene Stile vergleichen? Dann werfen Sie doch auch einen Blick auf unsere Kollektionen von Uhren, Automatikuhren und Chronographen.

Fazit

Das Öffnen einer Uhr und das Herausnehmen des Uhrwerks ist bei einem einfachen Modell durchaus machbar, bleibt aber dennoch Präzisionsarbeit. Arbeiten Sie sauber, gehen Sie ruhig vor und wenden Sie so wenig Kraft wie möglich an. Achten Sie auf die Position des Halters, gehen Sie vorsichtig mit Krone und Stiel um und vergessen Sie beim Schließen des Gehäuses nicht die Dichtung.

Wenn Sie lediglich einen Staubfleck oder einen kleinen Fleck auf der Innenseite des Glases entfernen möchten, reicht es oft schon aus, sorgfältig und sauber zu arbeiten. Sollten Sie bei einem der Schritte unsicher sein, ist es immer klüger, aufzuhören, als Gewalt anzuwenden. Schließlich ist eine Uhr auf Präzision ausgelegt, und dazu gehört auch eine präzise Vorgehensweise.

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